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Chinchilla – Physiologie und Anatomie

Wichtige physiologische Daten und anatomische Besonderheiten, die ein Chinchillabesitzer wissen sollte.

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Physiologie

Gewicht: 400 – 600 g
Temperatur : 37,5 – 39,5
Herzfrequenz:  100 – 180/Minute
Atemfrequenz:50- 150/Minute
Lebenserwartung: 18 -20 Jahre
Tragezeit: 111 d (Langschwanzchichillas und 128  (Kurzschwanzchinchillas)
Wurfgröße: 1 – 4
Geburtsgewicht: 30 – 50 g
Säugezeit: 5 – 6  Wochen
Geschlechtsreife: 6 Monate

Anatomische Besonderheiten

Zähne

Zu den Charakteristika von Chinchillas gehört unter anderem das kontinuierliche, lebenslange Zahnwachstum sowie der ständige Abrieb der neu gebildeten Zahnsubstanz.
Ist das Gleichgewicht gestört, kommt es in der Folge zu Zahnspitzen, Brückenbildung, Stufen- oder Treppengebiss, retrogradem Zahnwachstum bis hin zu Kieferabszessen.
Die unteren Schneidezähne sind  länger als die oberen Schneidezähne
(Verhältnis 2 : 1)

Magen Darm

Der Chinchillamagen besitzt nur eine dünne Muskelschicht. Somit ist ein Erbrechen unmöglich und der Mageninhalt kann nicht durch Eigenkontraktionen weiter in den Darm transportiert werden. Somit ist das Chinchilla auf ständige Futteraufnahme angewiesen, damit der Mageninhalt durch neu aufgenommenes Futter weiter in den Darmtrakt geschoben wird.inden sich die sogenannten Perinealdrüsen, die ein fettiges Sekret produzieren,  im Kreuzbeinbereich das sogenannte Kaudalorgan, welches aus Talg- und Haarfollikeln
Eine verlangsamte Magen-Darmpassage führt zu Magenüberladung, verlängerter, falscher Gärung und somit zu lebensbedrohlichen Blähungen, Verstopfungen und Entgleisungen der Darmflora.
Daher muss ein Chinchilla, das nicht frisst,  dem Tierarzt vorgestellt werden.
Auch der Blinddarm ist auf ständigen Rohfasernachschub angewiesen. Hier werden die sog. „Caecotrophen“ produziert. Dies sind spezielle Kotpellets, die vom Tier in der Regel nachts aufgenommen werden und der Versorgung mit Vitaminen und Eiweiß dienen.
Jede Veränderung dieser Bakterienflora (durch fehlende Futteraufnahme, falsches Futter mit hohem Kohlenhydratanteil, Antibiotikatherapie) führt zu gravierenden Darmproblemen, die sofort behandelt werden müssen.

Haut

Die Haut ist sehr dünn und reagiert daher auch bei Injektionen reizender Medikamente sehr empfindlich. Talg- und Schweißdrüsen sind nicht vorhanden.
Das feine Fell bietet aufgrund seiner Dichte einen guten Schutz gegen Kälte. Aus einer Haarwurzel wachsen bis zu sechzig Härchen. Damit es nicht zu Verklebungen des Fells kommt, benötigen die Chinchillas ein Sandbad mit feinem Sand:

Sinnesorgane

Chinchillas haben aufgrund ihrer dämmerung- und nachtaktiven Lebensweise rel. große Augen. Auch der Gehörsinn ist sehr gut ausgeprägt

Geschlechtsorgane

Die weiblichen Tiere besitzen ein zapfenartiges Präputium., welches dem männlichen sehr ähnlich sieht. Die Geschlechtsunterscheidung beim Jungtier erfolgt daher anhand des geringeren Abstandes zwischen Anus und Klitoris beim weiblichen Tier im Vergleich zu Anus und Penis beim männlichen Tier.
Die Hoden liegen in einer Ausbuchtung der Bauchdecke oder auch komplett in der Bauchhöhle.

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