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Degu – Physiologie und Anatomie

Wichtige physiologische Daten und anatomische Besonderheiten, die ein Degubesitzer wissen sollte.

Degus-081

Physiologie

Gewicht 200 – 250 g
Temperatur 38 – 39° C
Herzfrequenz ca 300/ min
Atemfrequenz ca 60/ min
Lebenserwartung 3 – 5(10) Jahre
Tragezeit 77 – 99 Tage
Wurfgröße 1 – 10
Geburtsgewicht 15 g
Säugezeit 6 Wochen
Geschlechtsreife 3 – 4 Monate

Anatomische Besonderheiten

Zähne

Die Schneidezähne sind gelb-orange (Schmelzschicht). Die Wurzeln ziehen weit in den Unterkieferast und stabilisieren somit auch den Unterkiefer.

Alle Zähne der Degus wachsen lebenslang nach. Durch die Kau- und Nagetätigkeit werden sie auf der physiologische Länge gehalten.

Magen/Darm

Der Blinddarm ist relativ groß. Mit Hilfe der Darmbakterien wird hier die Rohfaser aufgeschlossen. Hier werden die sogenannten „Caecotrophen“ produziert. Dies sind spezielle Kotpellets, die wieder aufgenommen werden und der Versorgung mit Vitaminen und Eiweiß dienen.

Haut und Fell

Degus haben ein dichtes weiches Fell. Bei den agoutifarbenen sind die Haare am Rücken grau-braun, am Bauch cremefarb-weiß. Mittlerweile sind auch andere Farbschläge vorhanden. Es gibt sandfarbene, Punktschecken und Starkschecken, sowie Blaue, die einen höheren Grauanteil besitzen.

Degus dürfen nicht am Schwanz fixiert werden, denn die Schwanzhaut kann leicht reißen. Dies dient in der Natur als Schutzmechanismus, um eine Flucht zu ermöglichen. Das enthäutete Schwanzende stirbt ab, trocknet ein und wird dann vom Tier selbst abgebissen. Der Verlust des Schwanzes bedeutet für das Tier eine Behinderung, da er einerseits der Kommunikation andererseits als Gleichgewichtsorgan dient.

Geschlechtsorgane und Fortpflanzung

Die weiblichen Tiere besitzen ein stark ausgeprägtes Präputium., welches dem männlichen sehr ähnlich sieht. Die Geschlechtsunterscheidung beim Jungtier erfolgt daher anhand des geringeren Abstandes zwischen Anus und Klitoris beim weiblichen Tier im Vergleich zu Anus und Penis beim männlichen Tier.

Sinnesorgane

Degus sind tagaktiv und sehen daher besser als andere nacht – oder dämmerungsaktive Nagetiere. Das Gehör sowie Geruchs- und Tastsinn sind ebenfalls sehr gut ausgeprägt. Da sie in Erdgängen leben, haben sie nicht nur im Kopfbereich sondern auch an der seitlichen Körperpartie bis hin zu den Oberschenkeln Tasthaare.

Sei kommunizieren unter anderem über Körpersprache, aber auch über unterschiedliche Laute wie zwitschern, fiepen, trillern oder Zähne klappern.

Häufige Erkrankung

Degus neigen zur Entwicklung eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Hierbei spielen Ernährung aber auch Viren als Auslöser eine Rolle.

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