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Gebärmutterveränderungen beim Kaninchen

Veränderungen der Gebärmutter kommen gehäuft bei Tieren ab einem Alter von drei bis vier Jahren vor. Bei sexuell aktiven Häsinnen entsteht durch den permanenten Hormoneinfluss eine Zubildung der Gebärmutterschleimhaut, die in vielen Fällen auch tumorös entarten kann. Zunächst tritt ein blutig-schleimiger Vaginalausfluss auf. Der Harnabsatz der Tiere ist in der Regel ungestört. Allerdings kann es durch Vergrößerung der Gebärmutter und damit Verdrängung der Darmschlingen zu Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen kommen.

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Bei der klinischen Untersuchung kann die vergrößerte Gebärmutter eventuell getastet werden oder ist auf dem Röntgenbild zu sehen.

Als Therapie kommt nur die Entfernung der Gebärmutter in Frage.

Hat man den Verdacht, dass es sich bereits um eine tumoröse Entartung der Gebärmutter, ein so genanntes Adenokarzinom handelt, sollten allerdings vor einer Operation Röntgenbilder der Lunge angefertigt werden, um Tumormetastasen auszuschließen.

In letzter Zeit wird daher unter den Kaninchenspezialisten vermehrt zu einer prophylaktischen Entfernung der Gebärmutter, wie bei Hund und Katze üblich, geraten. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass trotz optimalem Narkoseregime beim Kaninchen ein etwas höheres Narkoserisiko als bei Hund und Katze vorliegt.

Sind die Tiere nicht kastriert, sollte aber bei weiblichen Kaninchen ab einem Alter von drei Jahren bei den regelmäßigen Impfterminen vermehrt auf die Gebärmutter geachtet werden.

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