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Haltung von Degus

Degus leben ursprünglich in Chile. Dort bilden sie größere Familienverbände. Sie sind somit sehr gesellig und sollten deshalb niemals alleine gehalten werden.

Am besten hält man sie in gleichgeschlechtlichen Gruppen oder Weibchen mit kastrierten Böcken. Gut ist eine Gruppengröße von zwei bis acht Tieren. Degus benötigen im Verhältnis zu ihrer relativ kleinen Körpergröße viel Platz auf einem dreidimensionalen Raum. Am besten eigenen sich zur Haltung große Vogelvolieren, große Terrarien oder stabile Eigenkonstruktionen, zum Beispiel aus einem mit Metall verstärkten Schrank. Wichtig ist, neben ausreichend Platz, eine nagesichere Verkleidung, denn Degus nagen Holz und Plastik sehr schnell durch. Bei Volieren sollten die Gitter nicht ummantelt oder beschichtet sein und der Gitterabstand muss sehr schmal sein.
Für die Einrichtung des Geheges sind Kletter- und Versteckmöglichkeiten wichtig. Mit Brettern sollten viele Ebenen eingezogen werden. Äste von unbehandelten Obstbäumen eignen sich am besten als Kletter- und Nagematerial. Mit Röhren, Töpfen, Holzhäusern und ähnlichen Versteckmöglichkeiten sollte Abwechslung im Käfig geschaffen werden. Auch hier sollte auf das Material geachtet werden, denn beim Benagen von Plastik können Teile abgeschluckt werden und für Verdauungsprobleme sorgen.

Einrichtung

Meist bauen sich die Tiere ein Nest in einem sicheren Versteck. Als Nistmaterial kann Heu, Stroh und Papier verwendet werden. Papier sollte unbehandelt und nicht bedruckt sein. Außerdem wühlen Degus gerne. Hierfür kann in einem Teil des Käfigs eine tiefere Einstreu mit mindestens 20 Zentimeter angeboten werden. Als Streu eignen sich staubarme, unbehandelte Holzspäne, Pellets aus Stroh oder Gras und zusätzlich Stroh und Heu. Da Heu das Hauptnahrungsmittel von Degus sein sollte, sollte dieses stets frisch und evtl. auch erhöht angeboten werden, damit es sich nicht direkt mit der eigentlichen Einstreu vermischt. Katzenstreu sollte gar nicht verwendet werden, da es beim Aufnehmen durch die Klumpenbildung zu Verdauungsproblemen kommen kann.

Degus benötigen auch stets ein Sandbad zur Körperpflege und zur Ausbildung des Gruppengeruchs. Hierfür eignet sich Kleintier- oder Chinchillasand. Er sollte staubarm und sehr feinkörnig sein. Vogelsand ist ungeeignet, da er zusätzlich spitze Steine (Grit) enthält. Der Sand sollte alle zwei bis drei Tage gewechselt werden.
Zur Abnutzung der Krallen sind unterschiedliche Untergründe sinnvoll. Es können raue Steinplatten, Tonröhren, Ziegelsteine etc. zum Klettern angeboten werden. Unterschiedlich große Steine dienen außerdem als Aussichtspunkte.
Als zusätzliche Beschäftigung können verschiedene Pflanzen, wie Katzengras oder Topfkräuter angeboten werden. Auch Äste von Obstbäumen mit noch vorhandenen Blättern bieten Abwechslung auf dem Speiseplan.

Freilauf?

Ob man Degus frei in der Wohnung oder in einem Außengehege laufen lässt hängt sehr von den Gegebenheiten ab. Beim Freilauf in der Wohnung muss berücksichtigt werden, dass die Tiere Alles annagen, egal ob Kabel oder Möbel. Hierbei besteht auch oft ein Verletzungsrisiko für die Tiere, da angenagte Stromkabel zu Verbrennungen führen können. Außerdem können sich die Tiere an vielen Stellen verkriechen und das Einfangen kann für nicht ausreichend zahme Tiere einen immensen Stress bedeuten. Werden Degus in ein Außengehege gesetzt, muss eine sichere Umzäunung ein Ausbrechen verhindern und es muss ein Rückzug und ein Schattenplatz gegeben sein.

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