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Kaninchen: Physiologische Daten und Anatomie

Wichtige physiologische Daten und anatomische Besonderheiten des Kaninchen, die ein Kaninchenbesitzer wissen sollte.

Kaninchen

Physiologie

Gewicht 1 – 10 kg
Temperatur 38 – 39
Herzfrequenz 150 – 300/Min
Atemfrequenz 30 – 60/Min
Lebenserwartung 6 – 8 (10) Jahre
Tragezeit 29 – 33 Tage
Wurfgröße 1 – 10
Geburtsgewicht 20 – 50 g
Säugezeit 4 – 6 Wochen
Geschlechtsreife 4 – 6 Monate

Anatomische Besonderheiten

Zähne

Zu den Charakteristika von Kaninchen gehört unter anderem das kontinuierliche, lebenslange Zahnwachstum sowie der ständige Abrieb der neu gebildeten Zahnsubstanz.

Ist das Gleichgewicht gestört, kommt es in der Folge zu Zahnspitzen, Brückenbildung, Stufen- oder Treppengebiss, retrogradem Zahnwachstum bis hin zu Kieferabszessen.

Leider treten durch Züchtung auf möglichst kleine Rassen und/oder Fehlernährungen immer häufiger Fehlstellungen des Gebisses auf.

Magen/Darm

Der Kaninchenmagen besitzt nur eine dünne Muskelschicht. Somit ist ein Erbrechen unmöglich und der Mageninhalt kann nicht durch Eigenkontraktionen weiter in den Darm transportiert werden. Somit ist das Kaninchen auf ständige Futteraufnahme angewiesen damit der Mageninhalt durch neu aufgenommenes Futter weiter in den Darmtrakt geschoben wird.

Eine verlangsamte Magen-Darmpassage führt zu Magenüberladung, verlängerter, falscher Gärung und somit zu lebensbedrohlichen Blähungen, Verstopfungen und Entgleisungen der Darmflora.

Ein Kaninchen, das länger als einige Stunden nicht frisst, muss dem Tierarzt vorgestellt werden.

Auch der Blinddarm ist auf ständigen Rohfasernachschub angewiesen. Hier werden die sog. „Caecotrophen“ produziert. Dies sind spezielle Kotpellets, die vom Tier in der Regel nachts aufgenommen werden und der Versorgung mit Vitaminen und Eiweiß dienen.

Jede Veränderung dieser Bakterienflora (durch fehlende Futteraufnahme, falsches Futter mit hohem Kohlenhydratanteil, Antibiotikatherapie) führt zu gravierenden Darmproblemen, die sofort behandelt werden müssen.

Haut

Kaninchen besitzen keine Schweißdrüsen. Daher sind sie sehr hitzeempfindlich und können bei falscher Haltung im Sommer einen Hitzschlag erleiden.

Das Sekret der Kinndrüse dient der Reviermarkierung

Sinnesorgane

Die Augen liegen weit seitlich, so dass ein weites Gesichtsfeld ensteht. Bewegungen können auch über weite Entfernungen wahrgenomen werden.

Das Hörvermögen ist gut ausgeprägt.

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