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Zahnpflege durch den Tierbesitzer

Der Erfolg der Zahnpflege ist abhängig von der Bereitschaft des Tierbesitzers auch zu Hause Zahnhygiene zu betreiben. Das professionelle Entfernen in der Tierarztpraxis ist zwar ein wesentlicher Bestandteil, aber ohne weiterführende Maßnahmen zu Hause bildet sich je nach Veranlagung des Tieres und je nach Fütterung sehr schnell wieder neuer Zahnstein.

Ziel der täglichen Zahnpflege ist, Zahnbelag erst gar nicht oder möglichst wenig entstehen zu lassen.

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Zähneputzen

Zähneputzen ist heutzutage das Mittel der Wahl zur Vermeidung von Paradontalerkrankungen.
Am leichtesten ist es, den Hund bereits als Welpe daran zu gewöhnen, da es prinzipiell leichter ist, ein junges Tier an Körperpflegemaßnahmen zu gewöhnen.
Bei einem älteren Tier, das nicht gelernt hat sich von seinem Besitzer überall, auch im Maulbereich anfassen zu lassen, kann es später eventuell unmöglich sein, mit solchen Maßnahmen zu beginnen.

Zur Reinigung der Zähne gibt es speziell für Tiere entwickelte Zahnpasta mit Hühnchen- oder Malzgeschmack. Vorteile dieser Pasten sind, dass sie für die Tiere gut schmecken und auch abgeschluckt werden können.
Bei Hunden empfiehlt es sich Fingerzahnbürsten zu verwenden, da hier bei Abwehrbewegungen des Hundes nicht die Gefahr besteht, die Schleimhaut zu verletzen.

Wie beginnen Sie mit dem Zähneputzen?

  • Bei Tieren, die es nicht gewöhnt sind am Kopf angefasst zu werden, sollte man zunächst die Berührung an Kopf und Schnauze trainieren, das Anheben der Lefzen und das Öffnen des Fanges.
  • Anfangs lässt man die Zahnpasta erst mal vom Finger schlecken, beginnt dann erst einmal mit den vorderen Backenzähnen. In der Regel tolerieren die Tiere das Anheben der Lefzen besser, als das Anheben des Nasenspiegels.
  • Die Anzahl der Zähne sollte schrittweise gesteigert werden.
  • Lässt sich Ihr Tier alle Außenflächen der Zähne putzen, können Sie beginnen, bei geöffnetem Fang die Innenseiten zu putzen.
  • Ist es nicht möglich die Maulhöhle zu öffnen, ist es immer noch besser, die Außenflächen zu putzen als gar nicht!
  • Das Zähneputzen sollte einmal täglich erfolgen.
  • Denken Sie daran, die Zahnhygiene immer mit etwas Positiven für Ihr Tier, zum Beispiel Spaziergang oder Spielen zu verbinden.
  • Leidet Ihr Tier bereits an einer starken Entzündung in der Maulhöhle, sollte diese erst behandelt werden, da das Zähneputzen sonst Schmerzen bereitet. Denken Sie daran: Verletzungen beim Tier, vor allem aber auch bei Ihnen, durch Abwehrbewegungen  sollten tunlichst vermieden werden.

Weitere Maßnahmen

Sollte Zähneputzen bei Ihrem Tier gar nicht möglich sein, bieten sich noch andere, allerdings nicht ganz so effektive Möglichkeiten.
So stehen zum Beispiel verschiedene Kaustreifen zur Verfügung, die einmal täglich  als Leckerli verabreicht werden können. Für Tiere die gerne Trockenfutter fressen, gibt es von einigen Firmen spezielle Zahnpflegefuttermittel, die durch Ihre Zusammensetzung die Bildung von Zahnstein verzögern und als Alleinfutter geeignet sind.
Bei  Tieren, die vor allem zu Entzündungen in der Maulhöhle neigen, eignen sich auch gut Mundspüllösungen oder -pasten, die auf das Zahnfleisch aufgetragen werden können, um die Bakterienanzahl zu reduzieren. Weiterhin gibt es hierfür auch entsprechende Tabletten, die auch das Immunsystem des Tieres stärken.
All diese unterstützenden Maßnahmen können natürlich auch sinnvoll mit dem Zähne putzen kombiniert werden.

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