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Schäferhundkeratitis beim Hund

Eine gefährliche Entzündung der Hornhaut –  die „Schäferhundkeratitis“
(Keratitis superficialis chronica)

Diese chronische Erkrankung ist nicht heilbar, aber zu therapieren und kommt nicht nur beim Schäferhund vor!

Foto-Gerald-Meier

Ursache

Als Ursache dieser Erkrankung vermutet man eine Autoimmunreaktion am Auge, bei der der Körper sein eigenes Auge, bzw. die betroffenen Areale als „fremd“ ansieht und es versucht abzustoßen.
Eine genetische Prädisposition spielt eine große Rolle und vor allem Schäferhunde sind betroffen. Auch UV Strahlen sind wesentlich an der Entstehung der Entzündung beteiligt.

Klinische Symptome

Oft sind die Hunde bei Auftreten der ersten Symptome noch sehr jung und zeigen anfangs  im Bereich des äußeren Augenwinkels nur eine kleine rötliche Auflagerung am Übergang der weißen Augenhaut zur durchsichtigen Hornhaut und eventuell eine begleitende Bindehautentzündung. Im Verlauf der Erkrankung bildet sich vermehrt Granulationsgewebe auf der Hornhaut, die Tiere reagieren mit Lichtscheue, kneifen die Augen zu, da diese Entzündung sehr schmerzhaft ist und haben Augenausfluss. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium kommt es auch zu einer starken Pigmenteinlagerung. Diese Veränderungen breiten sich unbehandelt über die gesamte Hornhaut aus und führen letztendlich zur Erblindung des Tieres.
In Einzelfällen ist auch nur die Nickhaut betroffen. Hier kommt es zur Schwellung, Rötung und teilweise Depigmentierung (Farbverlust).
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Diagnostik

Prinzipiell sollte bei prädisponierten Rassen bei einem gründlichen Allgemeincheck beim Tierarzt auch immer die Augen mit angeschaut werden. Die klinischen Symptome dieser Erkrankung sind sehr typisch. Bei einer ausführlichen Augenuntersuchung wird dann immer das Ausmaß der Erkrankung festgestellt.

Therapeutische Möglichkeiten

Die Therapie der Wahl ist hier Cyclosporin, welches das Immunsystem lokal am Auge unterdrückt. Gleichzeitig hat dieser Wirkstoff eine entzündungshemmende  und tränenproduktionsanregende Wirkung. Cyclosporin ist in Form einer Augensalbe auf dem Markt. Es kann jedoch nötig sein, höher konzentrierte Tropfen für seine Patienten herzustellen.
Diese Therapie ist lebenslang notwendig und muss je nach Entzündungsschub angepasst werden.
UV-Strahlen, zum Beispiel bei hoher Sonneneinstrahlung, vor allem auch in den Bergen oder im Schnee sollten vermieden werden. Manche Hunde akzeptieren eine entsprechende Sonnenbrille sehr gut.

Da es für einen guten Therapieerfolg wichtig ist, die Symptome frühzeitig zu erkennen, gehört die Augenuntersuchung vor allem beim Schäferhund immer zu den entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen.

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