Home » Hund » Gesundheit » Trachealkollaps – Wenn die Luftröhre einen „Durchhänger“ hat…

Trachealkollaps – Wenn die Luftröhre einen „Durchhänger“ hat…

Was passiert?
Die Luftröhre (Trachea) wird durch Knorpelspangen offen gehalten, damit Luft ein- und ausströmen kann.

Die Knorpelspangen sind keine durchgehenden Ringe, sondern an einer Stelle durch Bindegewebe und Muskeln verbunden.
Bei einem Trachealkollaps fällt die Luftröhre in sich zusammen, was je nach Schweregrad die Atmung erheblich beeinflussen kann. Die Knorpelspangen verlieren an Elastizität, sodass ihre Grundsubstanz zerbrechlich wird. Als Folge wird die Schleimhaut in Mitleidenschaft gezogen, was weitere Komplikationen (Infektionen, Polypenbildung, verdickte Schleimhaut) nach sich zieht.

Symptome

Insbesondere mittelalte Hunde kleiner Rassen (z.B. Chihuahua, Yorkshire Terrier, Malteser) können an dieser Erkrankung leiden. Eine genaue Ursache ist nicht geklärt; eine genetische Prädisposition wird diskutiert und andere Erkrankungen, wie Allergien und Herzkrankheiten, können dieses Problem begünstigen.
Oft fällt auf, dass der Hund schwer atmet, quasi versucht die Luft einzusaugen, nach Luft schnappt, evtl. sogar mal blaue Maulschleimhäute hat und Anstrengung vermeidet.

Diagnostik

Erste Hinweise liefert die allgemeine Untersuchung und Auskultation des Atmungstrakts. Eine gute Möglichkeit zur Abklärung eines vorhandenen Trachealkollaps kann ein Röntgenbild sein. Auf einer seitlichen Aufnahme kann in den meisten Fällen eine Engstelle der Luftröhre gesehen werden. Je nachdem wie gut es Ihrem Hund geht, sollte in einer Tracheo-/Bronchoskopie der Grad des Kollaps beurteilt werden. Anhand dessen kann gesehen werden, wie stark die Erkrankung fortgeschritten ist, wie die Schleimhaut aussieht und ob gegebenenfalls noch ein Bronchialkollaps vorherrscht. Anhand dessen kann der Tierarzt die Prognose und Therapiemöglichkeiten besser beurteilen und gezielter angehen.

Therapie

Absolut essentiell für den Therapieerfolg ist das Management! Der Hund sollte schlank sein, um die Anstrengung und Belastung für den Körper so gering wie möglich zu halten, ein Brustgeschirr tragen und auf andere Begleiterkrankungen untersucht werden. Des Weiteren sollte jeglicher Stress für den Hund vermieden werden.
Diverse Medikamente können die Symptome verbessern.
Prinzipiell gibt es eine Operationstechnik, in der ein Stent in die Luftröhre gesetzt wird, der diese an der Engstelle offen hält. Eine Operation wird dann angeraten, wenn das Krankheitsbild weit fortgeschritten ist und eine medikamentöse Therapie nicht anspricht.

Wir freuen uns über einen Kommentar von dir!

Deine Email-Adresse wird anderen Tierarztfibel-Besuchern nicht angezeigt.Bitte fülle alle markierten * Pflichtfelder aus. *

*

Navigation
×