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Katze: Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse eine sogenannte Pankreatitis kann bei der Katze akut oder chronisch auftreten.

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Ursachen

In vielen Fällen lässt sich die Ursache für eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse nicht mehr feststellen. Ursachen können Infektionen (z.B. FIP, Toxoplasmose), aufsteigende Darmbakterien, Entzündungen anderer Organe, oder eine verminderte Durchblutung darstellen. Des Weiteren scheinen Siamkatzen ein erhöhtes Risiko zu haben.

Symptome

Katzen mit einer akuten Pankreatitis werden meistens mit unspezifischen Symptomen, wie  einer Apathie und Anorexie (eingestellte Futteraufnahme), vorgestellt.
Manchmal treten Erbrechen oder Bauchschmerzen auf. Des Weiteren können die Tiere ausgetrocknet sein, Gewichtsverlust, oder gelbe Schleimhäute zeigen. Seltener können eine verminderte Körpertemperatur, gestresste Atmung, Durchfall und vermindertes Gangvermögen beobachtet werden.
Der Schweregrad der Erkrankung kann von milden Symptomen bis hin zum kompletten Organversagen variieren. Manche Tiere werden daher auch im Schock eingeliefert.
Auch bei chronischen Entzündungen stehen oft Apathie und Anorexie im Vordergrund, aber auch eine Gewichtsabnahme. Ebenso können andere grundlegende Erkrankungen v.a. eine chronische Pankreatitis auslösen. Zu diesen gehören Entzündungen der Leber und Gallengänge, Diabetes mellitus, chronische Magen-Darm-Entzündungen (IBD), Entzündungen der Niere und verschiedene Tumore.

Diagnostik

Eine Diagnosestellung ist allein aufgrund der klinischen Symptome nicht möglich, da diese sehr unspezifisch sind. Daher müssen weitere Untersuchungen eingeleitet werden.
Eine Blutuntersuchung kann zum einen Hinweise auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, zum anderen aber auch Hinweise auf andere Erkrankungen geben, die sekundär zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung führen.
Mithilfe eines  spezifischen Bluttest kann ein Praxisschnelltest, fPLi (feline Pankreasspezifische-Lipase-Immunoreaktivität)  als Entscheidungshilfe diagnostisch eingesetzt werden, wie intensiv zunächst eine Therapie durchzuführen ist.  In einem Speziallabor kann dieser Test dann weiterführend quantifiziert werden.
Eine Ultraschalluntersuchung kann Hinweise auf eine Entzündung oder chronische Veränderungen der Bauchspeicheldrüse geben.

Therapie

Bei einer hochgradig akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüsenentzündung muss die Katze stationär aufgenommen werden und  über mehrere Tage Infusion und adäquate Schmerzmittel bekommen. Da die Katzen meistens die Futteraufnahme eingestellt haben, sollten diese leberschützende Medikamente erhalten und unter Umständen fettarm zugefüttert werden. Unterstützende Medikamente, die eine Übelkeit unterdrücken und die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes schützen, sollten ebenfalls verabreicht werden, da durch die hochgradige Entzündung die Schleimhäute angegriffen werden.
Bei Bauchspeicheldrüsenentzündungen der Katzen werden häufig Antibiotika verabreicht, da es häufig zu bakteriellen Translokationen kommt.
Je nachdem, ob die Pankreatitis durch eine andere Grunderkrankung ausgelöst wurde, ist die weitere Therapie dieser erforderlich.

Prognose

Die Prognose ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. Da die Erkrankung auch lebensbedrohlich sein kann, sollte bei Verdacht immer eine stationäre Behandlung in einer Klinik erfolgen.

Fazit

Bei unspezifischen Magen-Darm-Symptomen sollte daher auch an eine Bauchspeicheldrüsenentzündung gedacht werden.

12 Kommentare

  1. Hallo
    Meine Katze hat wohl mit der Bauchspeicheldrüsen zu tun Sie ist 10 Jahre alt wenn Sie folgende Tabletten bekommt clavaseptin 62,5 mg täglich 1 dann geht es ihr gut sie spielt sogar aber wenn die Tabletten 1 Woche nicht mehr gegeben werden dann miaut sie schlimm vor Bauchweh kann nicht Pipi machen sie bekommt spezielles Futter und sie frisst alles gerne aber wie gesagt ohne Tablette hat sie Durchfall ich weiß mir bald kein Rat mehr was kann ich noch tun kann ich diese Tabletten dauerhaft geben oder gibt es etwas was so wirkt was man ihr täglich geben kann?
    Gibt es ein Tip

    • Marina Fischer

      Liebe Evelyn, Antibiotika ist generell keine wirkliche Dauerlösung. Allerdings kennen wir den Fall nicht genau. Daher raten wir dazu, andere Alternativen mit dem behandelnden Tierarzt zu besprechen.

  2. Mein mittlerweile 18jähriger Kater hatte vor rund einem Dreiviertel Jahr eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Erste Symptome waren ständiges Erbrechen und ein Zurückziehen in meinen Kleiderschrank, wo er sonst nie schlief.

    Glücklicher Weise half eine einmalige Behandlung beim Tierarzt (es wurde irgendwas gespritzt). Ich habe meinem Kater während der darauf folgenden Tage gewöhnliche MCP-Tropfen gegen Übelkeit verabreicht.
    Im Fachhandel gibt es außerdem spezielles Nass- und Trockenfutter.

    Es besteht kein Anlass sein Tier einschläfern zu lassen. Auch eine Zahnsanierung hat mein altes Katerchen noch super mitgemacht. Es kommt immer auf den Tierarzt an!

  3. Barbara Reiter

    Meine Katze ist vor 1 Woche gestorben an FIP.:(

  4. Romana Holzer

    Hallo,
    mein Katzer kämpft jetzt seit Februar mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Er hatte Durchfall und hat imme wieder Erbrochen, keinen Apettit und trinkt auch nicht mehr beim Zimmerbrunnen. Nach mehreren Ultraschalls hat meine Ärztin Krebs ausgeschlossen und eben die Entzündung der Bauchspeichendrüse als Ursache deklariert. Er bekommt Cortison und Pantreatin und bis letzte Woche bekam er auch alle 2 Tage Infusionen für die Austrocknung. Er ist mittlerweile auf 4,35 kg abgemagert (hatte mal 7 kg).

    Es geht ihm soweit gut. Er scheint keine Schmerzen zu haben. Seit einer Woche ist auch der Durchfall weg und er erbricht auch nicht mehr. Er frisst auch wieder normal und manchmal sogar mehr als die anderen. Jedoch nimmt er trotzdem noch ab. Ich mache mir echt Sorgen. Mein TA meint, dass kann noch etwas dauern, bis sich die Entzündung wieder legt und das Essen „normal“ verdaut wird. Ich hoffe das stimmt so und es legt sich bald wieder, denn mein armer Lucky schaut ziemlich abgemagert aus und sein Fell ist sehr struppig.

  5. Barbara Reiter

    Meine Katze hat das seit der Geburt lässt es aber nicht namerken dass sie eine krankheit hat.ich habe große Angst um sie.Kann sie sterben?Meine Katze hatte auch schon eine Blutvergiftung

    • Leider ist ohne genaue Kenntnisse der durchgeführten Diagnostik und der Befunde so keine Aussage möglich. Besprechen Sie doch mit Ihrem Haustierarzt nochmals alle Befunde oder wenden sich an einen Fachtierarzt für Innere Medizin in Ihrer Nähe.
      Alles Gute

      Dr. Sabine Fischer

  6. Danke für die gute Zusammenfassung.

    Mein Katzenprinz (Abessinier 10 J.) hat schon länger einen erhöhten Pankreas-Entzündungswert – zuletzt war er bei 12.
    Da er schon eine chronische Dünndarmentzündung hat, bekommt er Kortison.
    Seine Zähne sind auch fasat alle schon abgebrochen und eine Zahnsanierung wäre auch erforderlich.
    Er frisst sehr wenig und magert immer mehr ab (3,6 kg).
    Die letzte Blutuntersuchung hat auch noch eine Diabetes gezeigt.
    Der TA rät zu einer längeren stationären Aufnahme wo die Bauchspeicheldrüse „behandelt“ und er auf die Diabetes untersucht und eingestellt werden kann.

    Ich weiß gerade garnicht wieviel ich meinem zutraulichen Prinzen noch zumuten kann…
    Mehrere Tage lang im Käfig mit täglicher Tortour und wenig menschlicher Zuwendung erscheint mir grausam. Ganz zu schweigen von dem Ergebnis, dass ich ihn dann täglich mit Kortison und Insulinspritzen weiter bearbeite … um vielleicht sein Leid um ein halbes Jahr zu verlängern?
    Er ist schon etwas schwach und sucht viel meine Nähe.

    Wie würde es denn weitergehen, wenn ich nichts mehr unternehme?
    Wird er von der Bauchspeicheldrüse zu große Schmerzen bekommen oder vorher durch unbehandelte Diabetes ins Koma fallen? Oder „einfach“ verhungern?

    Welcher Weg ist denn der weniger leidvollere?

    Verzweifelten Gruß,
    Andrea mit Neo

    • Eine allgemeine Stellungnahme ist hier leider nicht möglich, da hier wohl sehr viele Diagnosen gleichzeitig gestellt wurden. Hierzu müßten zumindest die Laborbefunde vorliegen um zu wissen, welche Therapie sinnvoll ist.

  7. Kühnemann Annett

    Komme gerade vom Tierarzt. Meine Katze (9Jahre) ist seit vergangenem Freitag bei ihm stationär in Behandlung mit der Diagnose „Bakterielle Bauchspeicheldrüsenentzündung“. Wie sind die Heilungsaussichten? Kann die Katze nach der Therapie mit entsprechendem Futter noch ein „katzenwertes Leben“ leben? Ich bin bereit alle Tierarztkosten (sind erheblich!!) für sie zu zahlen, wenn es der Katze auch auch was bringt. Aber ich will nicht, dass sie immer wieder Schmerzen und Probleme hat.

    • Sorry für die verspätete Antwort. Ich hatte in der letzen Zeit keine Zeit die Kommentare zu checken. Eine Therapie sollte immer versucht werden und die Chancen stehen dann auch nicht so schlecht.
      Ich hoffe es geht Ihrer Katze wieder gut!

      Dr. S.Fischer

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