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Darmverschluss bei der Katze

Darmverschluss bei der Katze

Ein Darmverschluss kommt bei Katzen relativ häufig vor. Vor allem junge Katzen spielen gerne mit diversen Katzenspielzeugen, Murmeln, Plastikteilen oder Wollfäden. Im Eifer des Jagdgefechtes kann es passieren, dass Katzen unverdauliche Dinge abschlucken. Kleinere Partikel können eventuell den Darm passieren, ab einer bestimmten Größe oder Form bleiben sie meist im Dünndarm stecken. Hier können Sie das Darmlumen verlegen und somit einen Darmverschluss auslösen.
In einzelnen Fällen können sich auch Darmteile ineinander schieben und diese Invagination den Darm verschließen.

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Klinische Anzeichen
Anfangs zeigen die Katzen häufig unspezifische Magen-Darmsymptome wie Inappetenz Erbrechen und Durchfall. Verlegt der Fremdkörper den Darm nur teilweise, sind die Symptome meist schwächer und häufig sehr unspezifisch. Die Katzen zeigen oft über längere Zeit reduziertes Allgemeinbefinden, wechselnden Appetit, rezidivierendes Erbrechen, Durchfall und Gewichtsverlust.
Allerdings können kantige Teile wie Nussschalen, Knochensplitter oder Plastikstücke die Darmschleimhaut schädigen. Nach einigen Tagen stellen die Katze die Futteraufnahme dann meist komplett ein.
Ein vollständiger Darmverschluss verläuft akut. Die Katzen zeigen starkes Erbrechen, Bauchschmerzen und fressen nicht mehr.
Bei Aufnahme von Fäden oder Wolle können sich diese um den Zungengrund wickeln und zu einer Auffädelung des Darmes führen. Daher sollte auch immer die Maulhöhle der Katze gründlich untersucht werden. Manchmal bleiben Fäden auch am Magenausgang hängen.

Diagnostik
Bei der klinischen Untersuchung kann eventuell beim Abtasten des Bauches ein lokalisierter Druckschmerz ausgelöst werden.
Manche Fremdkörper, wie Knochen, Steine oder Metallteile lassen sich im Röntgen darstellen. Bei nicht schattengebenden Fremdkörpern fällt in der Regel nur eine gewisse Aufgasung im Darm auf, die sich bei Kontrollaufnahmen wiederholt darstellt. Einen weiteren Hinweis kann eine Kontrastmittelstudie geben. Dabei wird der Katze Kontrastmittel eingegeben und während der Magen-Darm-Passage mehrere Röntgenaufnahmen gemacht. Ein vollständiger Verschluss kann damit sicher diagnostiziert werden. Ultraschalluntersuchungen sind ebenfalls manchmal diagnostisch.
In manchen Fällen kann es nötig sein, eine sogenannte Probelaparotomie durchzuführen. Dabei wird die Bauchhöhle eröffnet und der gesamte Darm zu untersucht.

Therapie
Ein Darmverschluss stellt einen lebensbedrohlichen Notfall dar und muss so schnell wie möglich operiert werden. Da die Katzen meist schon einige Tage nichts gefressen haben, sollte die Tiere mit einer Infusion stabilisiert werden.
In der Operation kann der Fremdkörper lokalisiert werden und mittels Enterotomie (Eröffnung des Darmes) entfernt werden. In fortgeschrittenen Fällen kann der Darm schon stark beschädigt oder abgestorben sein, sodass ein Stück Darm entfernt werden muss.
Zusätzlich müssen die Patienten mit Antibiotika und Schmerzmedikamenten versorgt werden.

Prognose
Die Prognose ist abhängig von den Begleitumständen des Darmverschlusses. Je nachdem, wie stark die Schädigung des Darmes ausfällt und wie stark das Allgemeinbefinden der Katze beeinträchtigt ist, ist die Prognose von gut bis vorsichtig zu stellen. Je früher ein Verschluss erkannt wird, umso besser.

Prophylaxe
Der Katze geeignetes Spielzeug zur Verfügung zu stellen und ungeeignete Gegenstände nicht unbeaufsichtigt lassen, ist die beste Prophylaxe.
beim Spielzeugt sollte darauf geachtet werden, dass Stoffmäuse oder ähnliches keinen Hartplastikkern enthalten, da dieser oft beim „Zerlegen“ des Spielzeugs abgeschluckt wird.

Ein Kommentar

  1. Ich bitte alle die ein Tier haben geht gleich zum Tierarzt☺️Und wartet nicht

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