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Der eosinophile Granulomkomplex – Eine häufige Hauterkrankung bei Katzen

Man unterscheidet drei Formen, wie sich ein sogenanntes Granulom auf der Haut darstellen kann:
Geschwür (Ulkus), Plaque (Auflagerungen) oder ein Granulom (knotenartige Verdickung).

Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt. Hauptsächlich werden sie aber primär oder sekundär durch Bakterien, Parasiten (z.B. Flöhe) oder Allergien hervorgerufen.
Im Allgemeinen entstehen sie bei einer Abwehrfunktion des Körpers. Die Bezeichnung „eosinophil“ bezieht sich auf eine bestimmte Zellart (eosinophile Granulozyten), die vor allem in diesen Hautveränderungen zu finden sind.

Was ist das genau?

Ein eosinophiles Granulom befindet sich vor allem als nässende, krustige Veränderung im Bereich der Oberlippe, kann aber auch in der Maulhöhle oder an anderen Körperstellen (Gesicht, Pfoten etc.) vorkommen.
Plaques kommen auch am Bauch und an den Innenschenkeln vor. Die Stellen können jucken und sich durch das Kratzen und Lecken sekundär mit Bakterien infizieren.

Diagnose

Eine genaue Diagnose kann nur durch die histologische Untersuchung einer Hautbiopsie gestellt werden. Man kann allerdings durch eine zytologische Untersuchung (Abklatsch mit Objektträger und Untersuchung unter dem Mikroskop) oft schon erkennen, ob viele Keime vorkommen und was für Zellen vorhanden sind.
Als Differentialdiagnose kommen Infektionen mit Bakterien oder Pilzen und spezielle Hauttumore in Frage.

Therapie

Je nachdem mit welcher Art der Hautveränderung sich das eosinophile Granulom darstellt, muss therapiert werden.
Sind sekundär Bakterien vorhanden, sollte systemisch mit einem Antibiotikum behandelt werden. Meist werden außerdem Medikamente eingesetzt, die die Entzündung und den Juckreiz hemmen.
Auch lokal können spezielle Salben oder Sprays verwendet werden und man sollte die Katze bei Bedarf am Lecken und Kratzen hindern (Halskragen, Body etc.)

Prognose

Ein solcher Komplex kann jederzeit, je nach Auslöser, wieder auftreten. Daher ist es entscheidend, die eigentliche Ursache herauszufinden. Häufig führen Allergien zu Rezidiven. Als Allergieursachen kommen Flohbisse, Futtermittel oder Umweltauslöser, wie Pollen oder Hausstaubmilben, in Frage. Durch spezielle Präparate, Diäten und Bluttests kann die Ursache meist herausgefunden und idealerweise behoben werden.
Wichtig ist, dass Sie bei jeglichen Hautveränderungen so schnell wie möglich einen Termin bei Ihrem Tierarzt vereinbaren. Je länger Sie warten, umso schwieriger, intensiver und länger kann die Behandlung im Nachhinein sein.
Als allgemeine Prävention sollten Sie regelmäßig gegen Flöhe und Zecken behandeln. Weitere Auslöser wie Futtermittel- oder Umweltallergien, Hautwunden und -infektionen sollten nur durch den Tierarzt behandelt werden.

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