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Futtermittelreaktionen bei der Katze

Eine Futterreaktion ist eine allergische Reaktion des Körpers auf ein ganz spezielles Protein oder ein Kohlenhydrat.

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Ursachen

Die häufigsten Ursachen bei der Katze sind Futtermittel wie Rind, Fisch, Huhn und weniger häufig Weizen, Milch, Eier oder Zusatzstoffe wie Konservierungs- oder Farbstoffe. Das kann auch dann vorkommen, wenn dasselbe Futter mehrere Monate oder sogar Jahre gefüttert wurde.

Symptome

Das häufigste Anzeichen einer Futterreaktion ist Juckreiz. Dieser Juckreiz führt zu Kratzen, Reiben oder Beißen bestimmter Körperstellen und damit zu Haarverlust, Hautrötung und den Läsionen, die wir sehen. Häufig schlecken die Tiere sich die Füße, haben entzündete Ohren oder haben Probleme mit der Analdrüse. Manche Tiere entwickeln Durchfall.

Diagnosestellung

Die Diagnose erfolgt durch eine Eliminationsdiät, bei der alle in der Vergangenheit gefütterten Proteine und Kohlenhydrate gemieden werden. Die Proteine und Kohlenhydrate der neuen Diät können daher keine klinischen Symptome auslösen. Wenn Ihr Tier also auf einen Stoff des bisher gefütterten Futters allergisch reagiert hat, sollten der Juckreiz und/oder Durchfall innerhalb von 8 Wochen deutlich besser sein.
Die sorgfältige Auswahl der Eliminationsdiät sowie die strikte Einhaltung der Diät sind sehr wichtig. Ein einfacher Wechsel von einem Trockenfutter zum Nächsten ist nicht unbedingt von Erfolg gekrönt, weil viele Trockenfutter gleiche Proteine, Kohlenhydrate, Farb- und Konservierungsstoffe enthalten.
Die sicherste Methode ist dem Tier für 6-8 Wochen das Futter selbst zu kochen.
Ganz grob geschätzt kann man für 5 kg Körpergewicht einen Becher Futter rechnen.  Bei der Katze wird ausschließlich eine Proteinquelle gefüttert. Stellen Sie bitte sicher, dass Sie ausschließlich das gewählte Fleisch füttern und weder Konservierungs-, noch Farbstoffe, noch andere Fleischbestandteile beigefügt sind.
Eine einfachere Alternative zu dieser Art der Eliminationsdiät ist die kommerzielle Eliminiationsdiät mit Trocken- oder Dosenfutter. Es ist wichtig das Futter langsam – über mehrere Tage – umzustellen.
Über den Zeitraum der Diät dürfen keine Lekerlis, Vitamintabletten, Kekse, Ochsenziemer oder ähnliche Produkte gefüttert werden. Lediglich Produkte, die ausschließlich aus der Protein- oder der Kohlenhydratquelle bestehen, die für die Diät gewählt wurden, dürfen verfüttert werden. Entwurmungsmittel oder Medikamente können weitergegeben werden, wenn sie keine Geschmacksstoffe enthalten.
Wenn das Tier andere Futterquellen (selbst in kleinsten Mengen) erhält, kann das den Wert der Diät in Frage stellen!
Nur wenn die Diät konsequent durchgeführt wird, kann eine Futtermittelallergie bestätigt oder ausgeschlossen werden. Auch wenn es manchmal schwer fällt, ist deshalb die Konsequenz beim Füttern essentiell.

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